Mitwelt- und Solarpreis des Landes Vorarlberg 2003
Bregenz (vlk) - 29 Projekte standen heuer für den Mitwelt- und Solarpreis
des Landes zur Auswahl, fünf davon wurden am Dienstag (09. 12.) im Landhaus von
Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Umweltlandesrat Erich Schwärzler mit Haupt- bzw. Anerkennungspreisen
ausgezeichnet. "Diese Projekte zeigen, auf welch vielfältige Weise man sich für die Umwelt einsetzen
kann. Insbesondere wird dadurch die Vorarlberger Spitzenposition im Bereich der erneuerbaren Energieträger
einmal mehr bestätigt", so Sausgruber.
Einen mit 1.500 Euro dotierten Hauptpreis erhielten die Geschwister Kühne und Pallhuber mit ihren Familien
aus Meiningen, die vom Garten bis zum Hausdach auf Ökologie setzen. Neben der Umstellung auf Bio-Landwirtschaft
wurden alle sieben Wohnhäuser mit einer Holzheizung und Photovoltaikanlagen ausgestattet. Dem entspricht auch
die Lebensweise: So gibt es in den Familien insgesamt sechs Führerschein-Besitzer, die sich ein Auto teilen.
Der zweite Hauptpreis ging an Albert Rinderer und seinen Sohn Peter aus Thüringerberg. Sie haben ein Internet-Tool
(www.solalbert.info) geschaffen, in dem die Daten von bereits 100 Vorarlberger Photovoltaik-Anlagen abgerufen und
verglichen werden können. "Solalbert" dient als Informationsplattform und Planungshilfe sowie Referenzliste
für Anbieter und unterstützt die Qualitätssicherung.
Drei Projekte erhielten je 600 Euro als Anerkennungspreis. Eines davon stellte LH Sausgruber im Rahmen der Reihe
"Jugend vor den Vorhang" näher vor. Unter dem Motto "Stadt Land Fluss – unser Spiel mit der
Natur" hat ein vierköpfiges Kernteam aus Niederösterreich, Wien, Deutschland und Finnland – alles
junge Leute, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr in Vorarlberg absolvierten – unter Mithilfe der Städte
Bregenz und Feldkirch sowie der Marktgemeinde Götzis verschiedene Aktionen organisiert (Entbuschung im Mösle,
Renaturierung des Kalkofenbaches, ein Film über den Schutz des Bodenseeufers, usw.). Rund 70 Jugendliche aus
Vorarlberg haben mitgemacht.
Weitere Anerkennungspreise gab es für die "Einheitliche Energieförderung im Biosphärenpark
Großes Walsertal" und für das Projekt "Junger Wald", mit dem die Gemeinde Krumbach einen
verjüngungsfähigen und gesunden Wald schaffen möchte. |